aktueller Stand der Suche nach weiteren Kammern im Grab des Tutanchamun

Schematische Skizze der bislang bekannten Grabkammern des Tutanchamun (blau) vor dem Hintergrund der reich verzierten Nordwand, hinter der einige Archäologen unentdeckte und immer noch unerkundete weitere Kammern vermuten (rosa).

Saarbrücken (Deutschland) – Seit 2015 der Ägyptologe Nicolas Reeves im Grab des Tutanchamun Hinweise auf hinter den verzierten Wänden verborgene weitere Kammern gefunden haben will und darin das Grab der Nofretete vermutet , siehe Links), suchen Archäologen nach weiteren Belegen für die Theorie. Jetzt scheint es weitere Hinweise auf verborgene Kammern zu geben. Grenzwissenschaft-Aktuell hat beim Forschungsleiter, Francesco Porcelli vom Politecnico di Torino, exklusiv nachgefragt.

Zuvor hatte u.a. “Der Tagesspiegel” berichtet, das Team um Porcelli habe weitere “Anomalien” entdeckt und sich auf die Aussagen von Prof. Mamdouh Eldamaty von der Ain Shams Universität in Kairo und ehemaliger Antikenminister Ägyptens, berufen. Dieser habe jüngst auf einem Vortrag in der ägyptischen Botschaft von Scans mit Hilfe von Flugdrohnen berichtet. Hierbei sollen die Luftbilder

“eine deutliche große rote Fläche links und eine kleinere rechts von der Grabkammer des Pharao” zeigen. “

Eine weitere Fläche unmittelbar neben der Kammer weist auch Abweichungen auf, die noch nicht zu erklären sind”, so die Zeitung und führt weiter aus: “Eldamaty bleibt bei dem Begriff Anomalie und lässt bewusst offen, ob es sich nur um einen Hohlraum, ein Loch oder um eine unbekannte Kammer handelt.”

“Natürlich kann Prof. Mamdouh Eldamaty sagen was immer er möchte. Was unsere Arbeit aber anbetrifft, so wollen wir uns an die Prinzipien der wissenschaftlichen Ethik halten. Wir haben jetzt einen ersten Artikel einem wissenschaftlichen Fachjournal zur Veröffentlichung vorgelegt und einen zweiten Artikel in Arbeit. Wenn der Artikel zur Veröffentlichung angenommen wurde, können und werden wir auch genaueres dazu sagen. Wir selbst hoffen, dass das noch in diesem Jahr sein wird.”

Auch die zukünftigen Pläne hat Porcelli kurz skizziert:

“Was unsere weiteren Pläne anbetrifft, so hoffen wir, dass wir (für 2018) auch weiterhin grünes Licht bekommen, um unsere Untesuchungen mit Hilfe des Bodenradars im Innern des Grabes von Tutanchamun (KV62) fortführen zu können. Das alles hängt aber natürlich von der Zustimmung der ägyptischen Behörden und der dortigen Sicherheitslage ab.”

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Die Büste der Nofretete im Ägyptischen Museum zu Berlin

Mit Verweis auf diese Pläne und Eldamaty zitierend, hatte auch schon der “Tagesspiegel” berichtet, dass erst bei einer “hundertprozentige Sicherheit über einen möglichen Raum” das Antikenministerium eine eventuelle Bohrung zulassen werde, um eine Kamera einzuführen. Allerdings habe die Unversehrtheit des Bauwerks absoluten Vorrang. Er, so Eldamaty weiter, verstehe, dass die Welt auf die Entdeckung des Grabes von Nofretete warte. Schließlich stehe auf den vielen Stelen, die den Bezirk von Amarna absteckten, dass derjenige, der hier sterbe, die Stadt nicht verlassen werde.

“Also muss Nofretete im Tal der Könige begraben sein.”

 

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Die Geheimnisse der SPHINX und Ihres Zwillings

Am 24.11.2017 veröffentlicht

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Dieses Video wurde mit der Genehmigung des Urhebers von „Misterios Ocultos TV“ ins Deutsche übersetzt
Music: Kevin MacLeod ~ Tabuk (incompetech.com) Licensed under Creative Commons: By Attribution 3.0 License http://creativecommons.org/licenses/b…
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NeoPhiL 3.0 KriegerDesLichts
Thoth gibt auch noch ein paar Infos zu den Kammern. Vergesst nicht wir leben unter der Herrschaft der Lüge. Die Bruderschaft wird zu gegebener Zeit das verborgene offenbaren. Es ist sinnlos den Wind zu fangen.
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Skelettfunde von Qumran könnten vielleicht Herkunft der Schriftrollen vom Toten Meer klären

Eine der Höhlen von Qumran, in denen die berühmten Schriftrollen vom Toten Meer gefunden wurden.

Boston (USA) – Seit vor rund 70 Jahren in Höhlen nahe Qumran die ältesten schriftlichen Überlieferungen des Alten Testaments gefunden wurden, rätseln Archäologen und Historiker über deren Verfasser. Jüngste Skelettfunde in der Nähe der Fundhöhlen scheinen nun einer der bisherigen Theorien zu bestätigen, nach der es sich bei den Autoren der Texte um Mitglieder der Essener gehandelt haben soll.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 33 menschliche Skelette unweit der Höhlen ausgegraben, deren Alter Archäologen auf rund 2200 Jahre und damit in jene Zeit datieren, in denen auch die Schriftrollen entstanden.

Zur Autorenschaft der Schriftrollen gibt es verschiedene Theorien. Unter anderem wurden bereits Soldaten, Handwerker eisenzeitliche Bauern oder Beduinen für die Verfasser gehalten. Eine andere Theorie vermutet hinter den Schriftrollen die jüdische Sekte der asketisch lebenden Essener.

Tatsächlich, so berichtet das Team um Yossi Nagar von der Israel Antiquities Authority auf dem Jahrestreffen der American Schools of Oriental berichteten, handelt es sich bei mindestens 30 der 33 Skelette um die von Männern im Alter zwischen 20 und 50 Jahren. In den restlichen Fällen sind nicht genügend Knochen erhalten, um deren Geschlecht genau zuordnen zu können. “Wir können zwar nicht mit Bestimmtheit sagen, dass es sich bei diesen Skeletten auch um Mitglieder jener Gruppe handelt, die auch die Schriftrollen verfasst haben, aber der Umstand, dass es sich vermutlich ausschließlich um Männer handelt, deutet auf ein hiesiges Kloster hin”, erläutert Nagar gegenüber “ScienceNews.com“. Die Theorie einer klosterartigen Gemeinschaft werde auch durch den Umstand gestützt, dass keines der Skelette kampf- und kriegstypische Verletzungen aufweist: “Es scheint sich also nicht um Soldaten zu handeln.”

Vermutlich handele es sich also um die Überreste einer zölibatär lebenden Männergemeinschaft. Auch das Verhältnis zwischen jungen und älteren Mitgliedern spiegele jenes späterer klosterartiger Gemeinschaften wieder, so Nagar.

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Es knallt und bebt – weltweit: Experten haben keine Erklärung

Es knallt und bebt – weltweit: Experten haben keine Erklärung

Die US-Seite WorldNetDaily berichtet aktuell über “mysteriöse Knalle“, welche auf der ganzen Welt für Unruhe und Ratlosigkeit sorgen. Demnach habe es in der jüngeren Vergangenheit an verschiedensten Orten weltweit sehr laute Knalle gegeben, welche gar zu erdbebenähnlichen Erschütterungen am Boden geführt haben:

War es ein Überschallflugzeug? Ein Meteor? Eine Explosion am Boden? Das Ende der Welt, wie wir sie kennen?

Diese Fragen stellen sich Experten und Laien auf der ganzen Welt. Seltsame, laute, mysteriöse Knalle wurden nicht nur auf der ganzen Welt gehört, sondern auch gespürt und haben von Alabama bis Michigan, von Idaho bis Kalifornien, von Russland bis Dänemark Gebäude und Nerven erschüttert.

Dem Bericht nach habe es in Alabama am Dienstag vergangener Woche einen Knall gegeben, welcher in 11 Counties [vergleichbar mit unseren Landkreisen] gehört und gespürt wurde – ein Erdbeben als Ursache sei jedoch ausgeschlossen. Am Tag drauf sei ähnliches in Idaho geschehen und die Behörden sind in Erklärungsnot, wie auch in Michigan, wo es am vergangenen Samstag geknallt habe. Niemand kann sagen, woher diese lauten Knalle kommen, welche offenbar energiegeladen genug sind, um spürbare Erschütterungen am Boden auszulösen.

Die Ereignisse sind keineswegs neu, rücken jedoch aufgrund ihrer Mehrung jetzt erst ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Bereits am 25. Oktober wurde der Süden des US-Bundesstaates New Jersey erschüttert und dieses Ereignis wurde bis nach Philadelphia gehört und gespürt. Ein Erdbeben wurde von den Behörden auch hier als Ursache ausgeschlossen und über einen Überschallknall eines von einer Marinebasis im östlichen Maryland stammenden Militärflugzeugs spekuliert, doch von dort hieß es, dass zu der Zeit keine Flugzeuge in dem betreffenden Gebiet in der Luft gewesen seien.

Auch im australischen Sydney kam es zur etwa gleichen Zeit im Laufe der Nacht zu einem Ereignis derselben Art, welches die Anwohner in der betroffenen Region aufgrund der enormen Lautstärke aus dem Schlaf riss. Mehrere erschütternde Knalle soll es dort gegeben haben, welche mit “Blitzen blendend weißen Lichts“ einhergingen. Deshalb wurden die Knalle einem Gewitter zugeschrieben, doch gab es zu dem Zeitpunkt dort kein Gewitter …

Auch in Russland, Dänemark, Florida, Louisiana und Texas habe es Berichten nach geknallt, am 2. November im kalifornischen San Diego, am 3. November in Minnesota, am 4. November in Oregon und am 8. November in Tennessee. “Was läuft hier?“, fragt der Bericht wohl zurecht, da offenbar niemand eine Erklärung für diese Ereignisse im Angebot hat:

Niemand gibt eine offizielle Erklärung für die meisten der Ereignisse ab. Die Experten sind ebenso ratlos, wie die Anwohner, welche die befremdlichen Geräusche erleben – samt den erdbebenähnlichen Schockwellen, welche mit ihnen einhergehen.

Eine per ePost Meldung eines aufmerksamen Lesers vom gestrigen Nachmittag lässt in diesem Zusammenhang aufhorchen:

Heute soll in Zug in der CH ein Erdbeben stattgefunden haben. Um 10.22 Uhr! Ich wohne ca. 40 km entfernt. Ich bemerkte eine starke Erschütterung. Dauer ca. 1/2 Sekunde.

Von der Art und der Dauer kenne ich dies nur von Sprengungen von großen Mengen Munition. Einzig der Knall fehlte.

Schweizerischen Medien nach, habe sich im Kanton Zug um 10:22 Uhr ein Erdbeben ereignet, welches zunächst mit der Stärke 3,7 auf der Richterskala angegeben, später jedoch vom Schweizerischen Erdbebendienst auf 3,3 reduziert wurde:

Interessant an dem Erdbeben in der Schweiz ist die Tatsache, dass auch hier mehrfach die Rede von einem “lauten Knall“ ist. Der Tagesanzeiger berichtet:

»Mein Schreibtisch hat vibriert (…) es dauerte etwa 20 Sekunden«, meldet ein Leserreporter aus Unterentfelden AG. Ein weiterer Leser aus Steinhausen schreibt: »Zuerst eine Art Donner und dann hat es kurz gerüttelt.« Auch eine Leserin aus Oberwil bei Zug berichtet von einem »lauten Knall«.

Bei Blick heißt es:

BLICK-Leserin Sandra Niederberger (49) aus Oetwil am See ZH war alleine mit ihrer Hündin Wendy zu Hause, als sie aus dem dritten Stock ihres Einfamilienhauses plötzlich »einen unglaublichen Knall« hörte. »Es fühlte sich so an, als ob sich der Dachstock weggeflogen und runtergeknallt wäre«, sagt sie zu BLICK. […]

Twitter-User @veryconfusedcat schreibt: »Hmm… kein Erdbeben gespürt (ca. 12 km entfernt), aber die Fensterscheiben haben vorhin mal ohne erkennbaren Grund ziemlich geknackst. …« […]

»Ich war zu Hause im Büro, als plötzlich die Scheiben zitterten. Ich habe zunächst gar nicht realisiert, was es war. Es kam mir vor wie ein Überschallknall, bloss, dass der Knall fehlte [???]. Ich wohne nur 10 Kilometer Luftlinie vom Epizentrum entfernt. …«

Offenbar knallt es derzeit weltweit und zeitgleich kommt es zu Erschütterungen des Bodens. Selbstverständlich werden die Schocks aufgezeichnet und der Richterskala zugeordnet, doch eine Erklärung für den überall berichteten »lauten Knall« gibt es nirgends. Wer oder was geht da wohl zu Werke?

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Archäologen finden unerwartete neue Schätze aus dem Grab des Tutanchamun

Tübingen (Deutschland) – Bei der Untersuchung von bislang unbeachteten verzierten Goldblech-Fragmenten aus dem berühmten Grabschatz des Tutanchamun, haben deutsch-ägyptische Archäologen Motive entdeckt, die erstmals eine überraschende Verbindungen zwischen dem Alten Ägypten und Vorderasien aufzeigen.

Die 1922 von Howard Carter im Grab des Kindkönigs gefundenen Bleche lagerten bislang im Magazin des Ägyptischen Museums in Kairo noch in derselben Kiste, in der sie von Carters Team unmittelbar nach der Entdeckung verstaut worden waren. Ohne sie weiterführend zu untersuchen wurden die Bleche damals in unrestauriertem Zustand fotografiert – und danach nie wieder ausgepackt.

Wie die Archäologen um Professor Peter Pfälzner vom Instituts für die Kulturen des Alten Orients an der Universität Tübingen berichten, haben sie die Goldbleche vier Jahre lang wissenschaftlich untersucht, restauriert und in jahrelanger Kleinarbeit die Einzelfragmente zu 100 annähernd vollständige Goldbleche wieder zusammengesetzt.

“Vermutlich handelt es sich um dekorative Beschläge von Bogenkästen, Köchern und Zaumzeug”, berichten die Forscher und unterstreichen die bislang ebenfalls unbeachteten Darstellungen auf den Goldblechen.

Fragmente aus dem Grabfund: Am Ende konnten 100 vollständige Goldbleche zusammengesetzt werden.

Auf diesen finden sich sowohl ägyptische Motive als auch jene, die einem „internationalen“, orientalisch beeinflussten Motivkanon zuzurechnen sind, berichtet die Doktorandin Julia Bertsch. Abgebildet sind Tierkämpfe oder Ziegen am Lebensbaum, “wie sie der ägyptischen Kunst eigentlich fremd sind ‒ sie müssen aus dem Vorderen Orient nach Ägypten gekommen sein”.

“Vermutlich gelangten diese Motive, die einstmals in Mesopotamien entwickelt wurden, über Syrien in den Mittelmeerraum und nach Ägypten”, erklärt Peter Pfälzner. “Dies zeigt erneut die große Rolle, die das alte Syrien für die Kulturvermittlung in der Bronzezeit spielte.”

Interessanterweise wurden im Jahr 2002 ähnliche Goldbleche mit thematisch vergleichbaren Darstellungen schon einem unangetasteten Königsgrab aus dem Jahr 1340 v. Chr. in der syrischen Königsstadt Qatna gefunden – also in einem Grab, das nur wenig älter ist als das Grab des Tutanchamun in Ägypten.

Chemische Analysen haben gezeigt, dass die Goldbleche mit ägyptischen Motiven und die mit fremden Motiven aus unterschiedlich zusammengesetztem Goldmaterial hergestellt wurden. Dies müsse allerdings nicht bedeuten, dass die Stücke importiert wurden. “Es könnten auch unterschiedliche lokale Werkstätten für die Produktion in verschiedenen Stilen verantwortlich gewesen sein und eine der Werkstätten orientierte sich offensichtlich an vorderasiatischen Vorbildern”, so die Forscher.

Nach der derzeitigen Erstpräsentation der Objekte im Ägyptischen Museum in Kairo werden diese künftig im neuen Grand Egyptian Museum nahe den Pyramiden von Gizeh gezeigt.

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PROPHEZEIUNGEN, die uns verschwiegen werden…

 

Gibt es hinter den ganzen Prophezeiungen den Versuch der Manipulation? Es scheint so zu sein. Es ist schon ungewöhnlich von positiven Prophezeiungen zu hören. Bücher, die das Ende der Welt verkünden, verkaufen sich anscheinend am besten. Wie wir sehen, haben sie sich bislang nicht erfüllt und werden sich auch nicht erfüllen. Erdbeben, Vulkanausbrüche und andere Katastrophen gab es schon immer und sie werden auch immer wieder vorkommen, aber das heißt nicht, dass es das Ende der Welt bedeutet. Im Internet finden wir katastrophale Vorhersagen aller Art, natürlich sind die meisten erfunden, aber sie sind in der Regel die Populärsten.

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Weitere Anomalien in der Cheopspyramide entdeckt

Im Rahmen der Kontroverse um den kürzlich entdeckten und bislang unbekannten großen Hohlraum oberhalb der Großen Galerie im Innern der auch als Cheopspyramide bezeichneten Großen Pyramide von Gizeh hat der Herausgeber von Grenzwissenschaft-Aktuell.de , Andreas Müller, mit einem Leiter des ScanPyramids-Projects, dem Präsidenten und Gründer des HIP-Instituts, Mehdi Tayoubi exklusiv über die Entdeckung, die Kontroverse und die nächsten Schritte bei der Erkundung der Pyramide gesprochen.

Die Entdeckung, die Sie und Ihre Kollegen im Fachjournal “Nature” beschreiben hat offenbar zu einigen Unstimmigkeiten geführt, vor allem bei einigen Mitarbeitern des ägyptischen Antikenministeriums und mit Zahi Hawass, die beide der Bedeutung dieser Entdeckung widersprechen

Mehdi Tayoubi: 

Zunächst einmal möchte ich klarstellen, dass es eigentlich keine Unstimmigkeiten gibt, da Ägyptologen keine ausgewiesenen Physiker sind, die Bedeutung unserer Entdeckung aber darin liegt, dass sie von drei unterschiedlichen Teams anerkannter und renommierter Institutionen gegenseitig bestätigt wurde.

Mehdi Tayoubi

Und tatsächlich wurde unsere Entdeckung auch schon vom Antikenministerium anerkannt. Was wir jetzt brauchen, sind konstruktive und respektvolle Debatten beider Disziplinen. Nur so können wir weiterhin Fortschritte erzielen.

Sie und ihre Mitautoren stellen im Nature-Artikel klar, dass sie selbst gar nicht beanspruchen, jetzt schon zu wissen, welche Funktion und Nutzen der entdeckte “große Hohlraum” hat und dass Sie deshalb auch noch nicht konkret von einer “Kammer”, einer “Galerie” oder etwas ähnlichem sprechen wollen. Zugleich ist aber sicherlich den meisten klar, dass ein derartig großer Hohlraum, von der Größe der Großen Galerie eine der bedeutendsten Strukturen im Innern der Pyramide darstellt, die bislang aber völlig unbekannt war. Können Sie dazu etwas sagen?

Tayoubi: 

Was wir sagen können ist, dass es sich um einen gänzlich unerwarteten großen Hohlraum handelt, der die gleichen Größeneigenschaften aufweist wie die Große Galerie, mit einer Länge von mindesten 30 Metern. Bislang kennen wir den Ausrichtungswinkel dieses Hohlraums noch nicht. Deswegen müssen wir diese Situation weiterhin untersuchen, genau so, wie wir es bezüglich des Korridors hinter der Nordwand getan haben, zu dem wir vergangene Woche auch weitere Details bekannt gegeben haben.

Würden Sie auch meine persönliche Bemerkung kommentieren, dass es doch sehr irritierend ist, dass die Entdeckung eines so großen Hohlraums im Innern eines der vielleicht ebenso bekanntesten wie rätselhaftesten antiken Bauwerke, von einigen der für das antike Erbe Verantwortlichen (Waziri und Hawass) derart heruntergespielt wird?

Tayoubi: 

Wie gesagt, das Antikenministerium selbst unterstützt unsere Arbeit und Aussage und der Minister selbst, Dr. Khaled Al-Anany, spricht von einer bedeutenden Entdeckung. Jetzt brauchen wir Architekturspezialisten, die die Entdeckung mit uns diskutieren. Diese Entdeckung ist schließlich real. Zahi Hawass leitet die beratende Komitee aus Ägyptologen – aber er ist nicht für das antike Erbe Ägyptens verantwortlich. In der Wissenschaft hat jeder das Recht, an etwas Zweifel zu erheben. Jetzt ist aber viel wichtiger, dass wir konstruktive Debatten führen, die sich an Quellen, Forschung, Simulationen, Hypothesen usw. orientierten. Und das wird Zeit benötigen.

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