Unidentifiziertes Flugobjekt überfliegt zwei Zivilflugzeuge über Arizona


Albuquerque (USA) – Offizielle Mitschnitte der Funkkommunikation gleich zweier ziviler Flugzeuge mit dem Radar des Albuquerque Air Route Traffic Control Center belegen eindrucksvoll den Überflug eines stark leuchtenden oder reflektierenden unidentifizierten Flugobjekts (UFOs) im vergangenen Februar. Während es an Erklärungsversuchen nicht mangelt, bleibt der Vorfall weiterhin ungeklärt.

Wie “TheWarzone” auf “TheDrive.com” berichtet, stammen die Mitschnitte der Funksprüche vom 24. Februar 2018 und belegen die Kommunikation zwischen der zivilen Luftraumüberwachung in Albuquerque zum einen mit einem Learjet 36 (N71PG) der Phoenix Air und dem Flug 1095 (Airbus A321) der American Airlines.

Alles begann mit der Anfrage der Crew des Learjets gegen 15:30 Uhr Ortszeit, als diese sich beim Albuquerque Air Route Traffic Control Center verwundert danach erkundigte, ob die Bodenstation eine Flugbewegung registriert habe, die unmittelbar zuvor die Maschine überflogen hatte. Der Learjet selbst war zu dieser Zeit auf rund 37.000 Fuß (ca. 11.280 Meter) zwischen dem Sonoran Desert National Monument und der Grenze zu New Mexico unterwegs. Die Antwort aus Albuquerque lautete “negativ” – auf dem Radar hatte man also keine die Sichtung der Piloten bestätigende Anzeige, worauf ein weiterer Pilot einwirft “ein UFO”, was der Learjet-Pilot mit einem lachenden “yeah” bestätigt.

Wenige Minuten später nimmt Albuquerque dann Kontakt mit dem American-Airline-Piloten von Flug 1095 auf, der auf gleicher Route wie der Learjet unterwegs ist und sich offenbar dem Sichtungsort nähert. Der Lotse bittet den Piloten des Airbus während der folgenden 15 Meilen Ausschau nach “etwas zu halten, dass die Maschine hier überfliegen könnte”. Der Pilot bestätigt, woraufhin der Lotse am Boden die vorangegangene Situation kurz erläutert. “Lasst uns einfach wissen, wenn ihr was seht.”

Kurze Zeit später schaltet sich dann der Pilot des Learjets in die Kommunikation zwischen Albuquerque und dem Airbus ein und erklärt: “Ich weiß nicht, was das war. Es war kein Flugzeug, aber es war – es flog in entgegengesetzter Richtung zu uns.”

Knapp eine Minute später meldet sich dann der Airbus-Pilot und berichtet: “ja, irgendetwas ist da gerade über uns hinweggeflogen, so etwas wie – ich habe keine Ahnung was das war, aber es war mindestens 2-3.000 Fuß über uns. Ja, es ist direkt über uns hinweggeflogen”. Ohne weiteren Kommentar bestätigt Albuquerque den Bericht des Piloten und fragt dann, ob (das Objekt) sich bewegt habe oder geschwebt sei? “Ich konnte nicht erkennen, ob es ein Ballon war oder nicht, aber entweder leuchtete es von selbst oder reflektierte sehr stark. Es war einige tausend Fuß über uns und flog in entgegengesetzter Richtung.” Auch diese Information wird vom dem Lotsen am Boden unkommentiert bestätigt.


Die übereinandergelegten Flugrouten des Learjet und des Airbus zur Sichtungszeit.

Danach ist ein weiterer Pilot zu hören, der sich erkundigt, ob es sich vielleicht um einen “Google-Ballon” gehandelt haben könnte – woraufhin der American-Airlines-Pilot “eher unwahrscheinlich” antwortet und eine weitere Stimme “UFO” hinzufügt.

Der gesamte Vorfall dauerte knapp 6 Minuten. Den Mitschnitt finden Sie HIER

Tatsächlich kann eine Ballonsonde oder ein andersartiges Testobjekt als Erklärung für die Sichtung nicht ausgeschlossen werden, erläutert doch schon “TheDrive.com” dass es sich um eine militärisch stark genutzte Region handelt: “Im Osten befinden sich die White Sands Missile Range und die Holloman Air Force Base. Im Süden liegt Tucson mit zwei großen Luftwaffenstützpunkten (AFB) Davis Monthan AFB und dem Tucson International Airport. Im Norden liegt Phoenix mit der dortigen Luke AFB, auf der Trainingseinheiten für F-35- und F-16-Piloten stationiert sind. Im Westen findet sich die Marine Corps Air Station Yuma mit ihren zahleichen zughörigen Einrichtungen. Zudem liegt südlich des Sichtungsortes auch Fort Huachuca, wo zahlreiche Drohnen-Einheiten stationiert sind.

“Das alles erklärt aber dennoch nicht, warum ein wie auch immer geartetes Flugzeug gänzlich ohne Kenntnis der Flugsicherheit und ohne Radarkennung in derartiger Nähe zu einer zivilen Flugroute unterwegs ist”, kommentiert der TheDrive-Autor Tyler Rogoway. Zugleich gibt der Bericht aber auch zu bedenken, dass auch ein Wetterballon in Frage käme, deren Starts trotz vorhandener Risiken nicht zwangsläufig bei der US-Bundesluftfahrtbehörde (FAA) registriert, und auch nicht zwangsläufig mit einem Radarreflektor oder Transponder ausgestattet werden müssen.

“Obwohl es bislang zu keinen Unfällen zwischen diesen Sonden und Flugzeugen gekommen ist, bedeutet das nicht, dass es nicht schon zu Nahebegegenungen gekommen wäre”, führt “TheDrive” weiter aus und verweist auf das folgende anschauliches Video eines Experimentalballons.

Abschließend verweist “TheDrive” auf den Umstand, dass trotz all dieser sicherlich auch den Piloten und Lotsen bekannten Erklärungsmöglichkeiten, die direkt beteiligten Augenzeugen im Learjet und im Airbus nicht wirklich so klingen, als seien sie von einer solchen Erklärung überzeugt. Eine Antwort auf eine Anfrage der TheDrive-Redaktion unter Berufung auf das US-Informationsfreiheitsgesetz (FOIA) steht derzeit noch aus.

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