Schlammspuren auf dem Mars

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An Trockenrisse erinnernde und mit unterschiedlichen dunklen und weißen Mineralien gefüllte Strukturen auf der Oberfläche eines Felsens am „Old Soaker“ am Zentralberg des Mars-Kraters Gale.

Pasadena (USA) – Im Innern des Marskraters Gale hat das mobile NASA-Labor „Curiosity“ Strukturen im Boden entdeckt, die an Trockenrisse erinnern, wie wir sie von getrockenetem Schlamm und Matsch auf der Erde kennen. Die vermutlich rund 3 Milliarden Jahre alten Strukturen werden als weiterer Hinweis darauf gedeutet, dass der Mars einst auch von Gewässern geprägt wurde, in denen dann auch Leben hätte entstehen können.

Entdeckt wurden die Strukturen von Curiosity an einem als „Old Soaker“ bezeichneten Ort zu Füßen des Gale-Zentralberges Mount Sharp bzw. Aeolis Mons. „Trockenrisse (in einstigem Matsch) sind das wahrscheinlichste Szenario als Erklärung für diese Entdeckung“, kommentiert Nathan Stein vom Curiosity-Science-Team vom California Institute of Technology (Caltech) den Fund.

Sollte sich diese Deutung bestätigen, wären es die ersten Trockenrisse, die im Rahmen der Curiosity-Mission entdeckt wurden und zugleich ein weiterer Beweis für eine urzeitliche Periode, in der der Rote Planet, zunächst feucht genug war, damit sich entsprechende Sedimente bilden, dann aber auch wieder austrocknen konnten. Schon zuvor hatte Curiosity in tieferen aber auch höheren Lagen des Gale-Krater eindeutige Spuren sowohl fließender als auch stehender urzeitlicher Gewässer gefunden.

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Weitere Abbildungen der „Trockenrisse“ im Gale-Krater.

Copyright: NASA/JPL-Caltech/MSSS

Nachdem sich die Risse vor rund 3 Milliarden Jahren gebildet hatten, wurden sie schnell von anderen Sedimentschichten bedeckt, mit denen sie gemeinsam zu festem Stein wurden. Später dann fegte Winderosion obere und weichere Anteile dieser Tonstein-Schichten hinfort und hinterließen das sich in den Rissen gesammelte widerstandsfähigere Mineralmaterial, weshalb die einstigen Risse heute als erhabene Grate erscheinen.

 Der unterschiedliche Materialmix, den Curiosity in den Rissen feststellen konnte, spricht für die NASA-Wissenschaftler dafür, dass es mehrmals und immer wieder zu unterschiedlicher Austrocknungen und Riss- und Venenbildungen gekommen sei. „Offenbar variierten also die Wasserstände der urzeitlichen, langlebigen Seen immer wieder, bevor sie dann endgültig verschwanden.“

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