Parkes-Radioteleskop beginnt mit Suche nach intelligenten Signalen von nahen Sternen

Breakthrough Listen: 

 


Das Parkes-Radioteleskop blickt zu den Sternen.

Parkes (Australien) – Eingebunden in die Suche nach außerirdischer Intelligenz (SETI) im Rahmen der Breakthrough-Listen-Initiative, beteiligt sich nun auch das Radioteleskop des Parkes Observatory im australischen New South Wales an der Suche nach intelligenten Signalen von nahen Sternen.

Damit gesellt sich das Parkes-Radioteleskop zum Green Bank Telescope (GBT) in West Virginia, dem Automated Planet Finder (APF) am Lick Observatory in Kalifornien und dem in der chinesischen Provinz Guizhou, deren Beteiligung die von dem Multimilliardär Juri Millner mit 100 Millionen Dollar ausgestattete Initiative zur bislang intensivsten Suche nach Signalen außerirdischer Zivilisationen macht und so die SETI-Suche auch am südlichen Sternenhimmel ermöglicht.

Nach einer 14-tägigen Testphase, ging das Parkes-Teleskop erstmals am 7. November im Rahmen von Breakthrough in Betrieb und nahm gleich den erst kürzlich entdeckten Planeten „Proxima Centauri b“ ins Visier, der den unserer Sonne nächstgelegenen Nachbarstern Proxima Centauri innerhalb dessen lebensfreundlicher Zone umkreist und auf dem es folglich auch Wasser – und damit zumindest die Grundlage des irdischen Lebens – geben könnte. Derartige „Exo-Erden“ gehören zu den Hauptzielen von „Breakthrough Listen“.

„Zwar sind die Chancen, dass wir gerade auf diesem Planeten intelligentes Leben finden wirklich gering, aber da wir nun von der Existenz dieses Planeten direkt vor unserer Haustür wissen, müssen wir natürlich gerade auch dort nach potentiellen SETI-Signalen suchen“, erläutert der wissenschaftliche Leiter der Initiative Andrew Siemion vom SETI Research Center an der University of California in Berkley. „Wenn wir hier – in nur 4,2 Lichtjahren Entfernung – eine Zivilisation finden würden, würde das alles verändern.“ Nicht zuletzt, weil die Centauri-Systeme auch mit schon jetzt oder mittelfristig zur Verfügung stehender Technologie in absehbarer Zeitspanne erreichbar wären 

Wie auch die anderen Breakthrough-Daten, so werden auch die Ergebnisse der SETI-Beobachtungen mit Parkes uneingeschränkt online veröffentlicht und Forscher und Wissenschaftler dadurch eingeladen, auf dieser Grundlage ihre eigenen Analysen durchzuführen. Das Hauptaugenmerk des Parkes-Teleskops wird auf den südlichen Sternenhimmel gerichtet sein und soll hier die bislang intensivste Suche nach künstlichen Signalen durchführen.

 

– Im Zentrum stehen hierbei 43 südliche Sterne, innerhalb eines Radius von 5 Parsec zur Sonne. Zum Vergleich: Proxima Centauri ist rund 4,2 Lichtjahre von der Sonne entfernt, was in etwa 1,3 Parsec entspricht.

Diese Sterne sollen in einem Wellenlängenbereich von 1-15 GHz abgesucht werden. Auf diese Weise hoffen die Astronomen nicht nur, potentielle gezielt in Richtung Erde gesendete Signale zu finden, sondern auch jene, die – ähnlich unseren irdischen Radio-und TV-Signalen – unbeabsichtigt ins All entweichen.

– Darüber hinaus nimmt Parkes auch 1.000 südliche Sterne aller Spektraltypen ins Visier, die von der Sonne bis zu 50 Parsec entfernt sind und sucht hier im Wellenspektrum von 1-4 GHz nach Signalen.

– Weitere eine Million „nahe“ südliche Sterne sollen bis zum Ende der Beobachtungsphase jeweils eine Minute lang im gleichen Spektrum abgesucht werden. Die Ergebnisse der Beobachtungen der ersten 5.000 dieser Sterne sollen bis Ende 2017 vorliegen.

– Auch die Galaktische Ebene und das Zentrum unserer Milchstraße sollen mit Parkes im Spektrum von 1-4 GHz nach intelligenten Signalen abgescannt werden – ebenso die Zentralregionen naher südlicher Galaxien.

– Zu den exotischeren Zielen der Beobachtungen im 1-4 GHz-Bereich sollen darüber hinaus auch Weiße Zwergsterne, Neutronensterne, Schwarze Löcher zählen.

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