welche Vorgänge ereignen sich im CERN bei Genf

erste Test-Experimente des AWAKE-Projekts am Teilchenbeschleuniger des CERN. Am 24. Juni bildeten sich bizarr aussehende Gewitterwolken. 

 

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Auch durchaus kritisch eingestellte Autoren wie Michael Snyder, von Berufs wegen Jurist, wollen sich gegenwärtig keinesfalls festlegen, wenn es um das aktuelle CERN-Experiment AWAKE undseine potenziellen Folgen geht. Er präsentiert allerdings dramatische Bilder von einem Unwetter über Genf und fragt, ob diese bizarren Wolkenformationen und Blitze möglicherweise etwas mit den ersten Tests von AWAKE zu tun haben könnten.

Wie gesagt, die ganze Geschichte ist hochkomplex. Auf den Punkt gebracht:AWAKE untersucht laut CERN-Darstellung die Verwendung eines Plasmas, um Partikeln über geringe Distanzen auf sehr hohe Energien zu beschleunigen. Im Langnamen handelt es sich um das »Proton Driven Plasma Wakefield Acceleration Experiment«, also ein Protonen-getriebenes Kielfeld-Beschleunigungs-Experiment als Forschungs- und Entwicklungsprojekt am CERN.

Protonen werden dabei in eine rund zehn Meter messende Plasmazelle geschossen, um starke Kielfelder auszulösen. Mit anderen Worten: Ein Protonenstrahl erzeugt eine geladene Welle innerhalb einer Plasmastrecke. Darin besteht die Aufgabe von Kielfeld-Beschleunigern, wie sie momentan im Fokus der Forschung stehen. Die Technologie soll letztlich zu kompakteren Beschleunigern führen.

Doch welche »Nebenwirkungen« könnten die Experimente haben? Gegenwärtig zirkulieren Theorien, jene bizarren Wolkenmuster, die etwa um die Zeit der ersten AWAKE-Versuche über der Region entstanden, seien das Ergebnis von Störungen im Raum-Zeit-Gefüge und mögliche interdimensionale Portale. 

Schon vor Jahren hat CERN-Forschungsdirektor Sergio Bertolucci eine ungewöhnliche und seitdem vielzitierte Äußerung getätigt. Er sprach von Extra-Dimensionen und dass »durch diese Türe etwas kommen könnte«. Das lässt natürlich Spielraum für Interpretationen. Doch was Bertolucci nach eigener Aussage eigentlich meinte, habe die Mikrowelt der Teilchenphysik betroffen, keineswegs Phänomene im Makroskopischen.

Er betonte auch, dass selbst die sehr hohen Beschleuniger-Energien lediglich für unvorstellbar winzige Sekundenbruchteile einen Blick in neue Bereiche der Physik zulassen könnten, vielleicht eben auch einen Nachweis theoretisch vorhergesagter Extradimensionen, was allerdings längst keine praktischen Auswirkungen haben würde. Das Ergebnis wäre also lediglich für die Grundlagenforschung von Interesse. Tatsächlich wurde gelegentlich auch die Möglichkeit diskutiert, dass in Teilchenbeschleunigern vielleicht winzige Schwarze Löcher entstehen könnten.

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Spätestens seit der Atombombe hat – wie es einst Armin Hermann formulierte – die Wissenschaft ihre Unschuld verloren, und so stellt sich vor allem die Frage nach der Verantwortung deutlich verschärft. Gerade angesichts der erwähnten, immer noch zunehmenden Komplexität der Materie dürfte es für die Forscher natürlich eine schier unlösbare Aufgabe sein, ihre Projekte transparent werden zu lassen und entsprechende Sorgen nachvollziehbar zu zerstreuen. Alles andere aber zieht auf der anderen Seite über kurz oder lang hohe Verunsicherung nach sich.

Zumindest laut Aussagen des CERN befand sich AWAKE übrigens noch gar nicht im vollen »Wachzustand« – die zehn Meter lange Plasmazelle war noch komplett leer und noch nicht mit Plasma befüllt, was für diese ersten Versuche keine Rolle spielte. Nun gälte es eben den Gegenbeweis anzutreten und dann einen Zusammenhang mit der ungewöhnlichen Wettersituation nachzuweisen. Seit Wochen allerdings spielt das Wetter nachweislich total verrückt, und auch hierfür wurden die unterschiedlichsten Hintergründe angeführt. Die Ursachenforschung und diskussion werden wohl noch eine Weile anhalten.

 

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