Ist das Leben auf der Erde ein intergalaktischer Import?

Die Theorie, dass das Leben aus weit entfernten Galaxien zur Erde gebracht wurde, hat durchaus ihre Anhänger. Erst diese Woche machte eine Meldung weltweit Schlagzeilen:Britische Forscher wollen »Hinweise« darauf gefunden haben, dass Außerirdische das Leben auf diesem Planeten geschaffen haben. Wie ich Ihnen zeigen werde, vertreten einige der »klügsten Köpfe der Wissenschaft« diese Theorie seit Langem. Die These, dass das Leben außerirdischen Ursprungs ist, erhält aktuell enormen Zulauf. Stehen große Enthüllungen bevor?

 

Es ist nicht nur die Wissenschaft, die sich in bislang beispielloser Manier für diese Theorie in die Bresche wirft, auch die Unterhaltungskultur bombardiert uns beständig mit der Botschaft, dass unser Planet in der Vergangenheit Kontakt zu Außerirdischen hatte und dass sie bald wieder Kontakt aufnehmen. Es gibt Dutzende Romane, TV-Serien, Filme und Videospiele zu diesem Themenkomplex.

Steckt dahinter vielleicht Absicht? Will man uns darauf »einstimmen«, dass Außerirdische das Leben auf diesem Planeten schufen? Nicht nur das: Wie ich Ihnen gleich zeigen werde, gibt es viele, die tatsächlich glauben, dass Jesus ein Außerirdischer war. Ich weiß, das klingt ausgesprochen seltsam, aber einige sehr wichtige Leute sind überzeugt davon.

 Aber zunächst wollen wir über die Ursprünge des Lebens auf diesem Planeten reden. Die Theorie, dass das Leben irgendwo anders im Universum begann und von Außerirdischen hierher gebracht wurde, ist nicht neu, sie schwirrt seit Jahrzehnten umher. Das hat Wikipedia zu dieser sogenannten Theorie der »gerichteten Panspermie« zu sagen:

Ein weiterer prominenter Protagonist der Panspermie, der Nobelpreisträger Francis Crick, formulierte 1973 zusammen mit Leslie Orgel die Theorie der gerichteten Panspermie. Nach dieser Theorie sind die Sporen des Lebens nicht zufällig ins Weltall geraten, sondern absichtlich von einer außerirdischen Zivilisation losgeschickt worden. Das Versenden von kleinen Körnern mit Bakterien ist nach Crick der kostengünstigste und effektivste Weg, um Leben auf einen potentiell lebensfähigen Planeten zu transportieren. Als Grund wird zum Beispiel angesehen, dass die Zivilisation einer unausweichlichen Katastrophe entgegensah oder auf einTerraforming anderer Planeten für eine spätere Kolonisation hoffte.

Diese Theorie ist nicht neu, aber erst in den letzten Jahren hat sie deutlich an Popularität gewonnen. Wie schon erwähnt, haben diese Woche britische Wissenschaftler gemeldet, sie hätten»Beweise« für diese Theorie gefunden:

Britische Forscher haben eine Entdeckung gemacht, die eine Theorie stützt, die so abgehoben klingt, dass vieles andere daneben verblasst: Außerirdische haben das Leben auf der Erde geschaffen. Dafür spricht nach Auffassung der Forscher ein ungewöhnliches, winziges Objekt.

Das klingt zunächst verrückt, aber sehen wir uns den Fund zunächst einmal näher an. Der Astrobiologe Milton Wainwright und sein Forscherteam von derUniversity of Buckingham haben einen Forschungsballon hoch in die Erdatmosphäre geschickt und dabei im gesammelten Staub eine mikroskopisch große Metallkugel entdeckt. Der Ball hat den Durchmesser eines menschlichen Haares, besteht aus Titan und Vanadium und sondert eine klebrige Flüssigkeit ab. Ganz besonders faszinierend daran ist, dass die Kugel einen biologischen Kern enthält.

Was in aller Welt treibt ein Ball mit galaktischem Schleim auf der Erde? Nach der Theorie der »gerichteten Panspermie«, die der Nobelpreisträger Francis Crick aufgestellt hat, könnten Lebensformen außerhalb unseres Sonnensystems derartige Objekte genutzt haben, um Leben auf unseren Planeten zu bringen. »Eine Theorie besagt, dass die Kugel von einer unbekannten Zivilisation zur Erde geschickt wurde, um auch weiterhin Leben auf dem Planeten zu säen«, sagte Wainwright in einemInterview und nahm dabei Bezug auf Cricks Arbeit.

Höchst interessant. Und wie begierig diese Forscher und Mainstream-Journalisten das gefundene biologische Material als »galaktischen Schleim« titulieren!

In unserer Welt glauben die meisten Menschen letztlich genau das, was sie glauben wollen, und es gibt inzwischen zahlreiche Forscher, die glauben wollen, dass Aliens das Leben auf die Erde getragen haben.

 Sogar einige der größten Stars der Wissenschaft räumen ein, dass sie dieser Theorie offen gegenüberstehen.

 Nehmen wir als Beispiel das, was der Evolutionsforscher Richard Dawkins Ben Stein sagte, als dieser ihn für den Film Expelled: Intelligenz streng verboten interviewte.

BEN STEIN: Wie groß schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass Intelligent Design sich als Antwort auf einige Fragen in der Genetik und der Evolution erweist?

RICHARD DAWKINS: Nun, folgendes Szenario ist denkbar: Es könnte sein, dass sich irgendwann zu einem früheren Zeitpunkt irgendwo im Universum eine Zivilisation entwickelte, möglicherweise nach einer Art Darwinscher Methode und möglicherweise technisch sehr weit fortgeschritten und dass diese Zivilisation eine Form von Leben entwickelt hat, die dann auf diesem Planeten ausgesät wurde. Das ist eine Möglichkeit und ein faszinierendes Szenario. Ich denke, man kann durchaus dafür Beweise finden, wenn man sich die Details der Biochemie und der Molekularbiologie ansieht. Dann entdeckt man durchaus die Handschrift einer Art von Schöpfer.

 Verrückt, oder? Aber damit noch nicht genug. Ich hatte ja schon erwähnt, dass einige Leute glauben, Jesus Christus sei ein Außerirdischer gewesen. Das war Thema einer BBC-Sendung:

Bei einer auf der BBC ausgestrahlten Fernsehsendung wurde kürzlich darüber diskutiert, ob große Religionsführer wie Jesus Christus und Buddha nicht von anderen Planeten stammten.

In der Reihe The Big Questions geht es um religiöse Themen. Moderator Nicky Campbell leitete die Diskussion, die den Titel trug: »Haben Wesen von anderen Planeten unsere Religionen gesteuert?«

»Erst vergangenen Monat hat das Weltraumteleskop Kepler der NASA wieder einen Planeten ausgemacht, auf dem gute Bedingungen für die Entwicklung von Leben herrschen«, so Campbell.

»Für die Anhänger der Religionen, die seit jeher glauben, dass an anderer Stelle im Weltraum Leben existiert – nicht zwingend das Leben, wie wir es kennen , wird es keine Überraschung sein. Wir reden hier über Leben, das möglicherweise Einfluss auf den Planeten Erde ausgeübt hat. Haben Wesen von anderen Planeten unsere Religionen gesteuert?«

Es sind aber nicht nur spinnerte Außenseiter, die das glauben. Wie Enthüllungsjournalist Tom Horn aufgedeckt hat, gibt es im Vatikan einige ranghohe Experten, die das ebenfalls für wahr halten:

Glauben Gelehrte des Vatikans tatsächlich, dassJesus ein Sternenkind einer außerirdischen Rasse sein könnte? Glauben Vatikan-Astronom Guy Consolmagno und/oder andere Jesuiten insgeheim, dass hinter der »jungfräulichen Geburt« in Wahrheit ein Entführungsszenario steckt, bei dem ET Maria geschwängert hat, woraufhin sie das Hybridwesen Jesus zur Welt brachte? So unglaublich das klingt, sollten Sie sich dennoch darauf einstellen, dass diese Serie eine verblüffende Antwort bereithält.

Theologisch völlig unmöglich sollte man meinen, aber es gibt tatsächlich weitere ranghohe Vertreter des Vatikans, die sich in den vergangenen Jahren ähnlich geäußert haben. Es handelt sich um Personen, die regelmäßig an der Sternwarte auf dem Mount Graham arbeiten, dem »Weltraumstützpunkt« wie die einheimischen Ureinwohner sie nennen. Wir sprechen hier unter anderem von Dr. Christopher Corbally, bis 2012 stellvertretender Leiter der Vatikan-Observatoriumsgruppe auf dem Mount Graham. Er glaubt, unser Bild von Gott wird sich ändern müssen, wenn Forscher demnächst die Existenz außerirdischen Lebens enthüllen (unter anderem wird es nötig werden, das Konzept eines »anthropozentrischen« Gottes zugunsten eines »umfassenderen Wesens« aufzugeben). Ähnlich weit geht der derzeitige Leiter des Vatikan-Observatoriums Vater José Funes, der nicht nur erklärt, dass außerirdisches Leben existiert und »unser Bruder« ist, sondern auch, dass es den »wahren« Glauben des Christentums und die Oberhoheit Roms belegen werde, wenn es sich manifestiert.

Jahr für Jahr suchen mehr Menschen denn je in den Sternen nach Antworten auf die wichtigsten Fragen, die uns umtreiben.

 Sind wir also bereit für den Glauben, dass Außerirdische das Leben auf diesem Planeten geschaffen haben? Sind wir bereit, sie als unsere Freunde oder gar als unsere Erlöser zu akzeptieren?

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