Neue Saurier-Entdeckung in Nordamerika – Was ist die Botschaft solcher Fossilien?

Im Juni 2014 veröffentlichten Paläontologen des Naturhistorischen Museums von Cleveland (Ohio) ihren abschließenden Forschungsbericht über die Entdeckung von Fossilien einer bislang unbekannten Art von Hornsauriern (Ceratopsidae), die sich durch eine Rekordgröße ihres Nackenschildes auszeichnet. Dieser Saurier ist »anders als alles, was wir bisher gesehen haben« – und wirft grundlegende Fragen hinsichtlich der Evolutionstheorie auf.

 

 

 

Der neue Star unter den Sauriern ist durch je einen Fund in Montana (USA) und in Alberta (Kanada) dokumentiert und bekam den Namen »Mercuriceratops« (Merkurhornsaurier), weil sein hoher Nackenschild schemenhaft an die zwei Flügel am Helm des römischen Götterboten Merkur erinnert. »Neu entdeckter Hornsaurier zeigt einen einzigartigen flügelförmigen Kopffortsatz.« So lautet die Überschrift des Berichts des Naturhistorischen Museums von Cleveland. Dieser pflanzenfressende Saurier war fünf bis sechs Meter lang und wog mehr als 2000 Kilo. Er hatte ein kurzes Horn auf der Nase und zwei längere Hörner über den Augen sowie einen papageiartigen Schnabel.

 

Die seltsame Familie der Hornsaurier

 

Innerhalb der großen Vielfalt von Sauriern ist die Familie der Hornsaurier eine einzigartige, isoliert dastehende Kategorie. Fossilien von ihnen wurden nur im westlichen Nordamerika gefunden, und zwar in einem weiten Bogen von Alaska bis nach Mexiko. Die Ceratopsidae waren vierbeinige, pflanzenfressende Dinosaurier mit Hörnern und einem Nackenschild. Sie werden in zwei Unterfamilien aufgeteilt: die Centrosaurinae und die Chasmosaurinae. Die Centrosaurinae hatten ein längeres Nasenhorn, aber kürzere oder gar keine Überaugenhörner und einen kurzen

Nackenschild. Die Chasmosaurinae hatten in der Regel ein kürzeres Nasenhorn, dafür längere Überaugenhörner und einen verlängerten Nackenschild. Der neu entdeckte Mercuriceratops gehört zu dieser zweiten Kategorie. Sein Schädel war mitsamt dem Nackenschild rund zwei Meter lang!

 

Die Hornsaurier besaßen noch zwei weitere Merkmale, mit denen sie sich von allen anderen Riesenechsen unterschieden. Sie hatten Zähne, die nachwuchsen, d.h. bei Abnutzung durch einen nachfolgenden Zahn ersetzt wurden, und das je nach Zahn drei- bis fünfmal! Der entsprechende Kieferbau mit diesen »Zahnbatterien« ist nicht nur unter den Sauriern, sondern unter allen Wirbeltieren einzigartig. Ebenso einzigartig ist der hinter der Schädelhöhle gelegene Hohlraum, der durch eine Fontanelle mit dem Hinterkopf verbunden ist. Dieser Hohlraum fehlt bei Jungtieren und ist bei ausgewachsenen Tieren sehr variabel. Seine Funktion ist bis heute ungeklärt. (Die Evolutionstheorie postuliert, all diese Arten mit ihren zielgerichteten Spezifikationen seien zufällig durch genetische Mutationen entstanden.)

 

»Unerwartete Vielfalt«

 

Der ursprüngliche Artikel über den Mercuriceratops, der im Fachmagazin Naturwissenschaftenveröffentlicht wurde, betont, dass dieses »neue Taxon eines chasmosaurinen Ceratopsiden auf eine unerwartete Vielfalt (unexpected disparity)« hinweist. Dasselbe wird auch im bereits erwähnten Artikel des Cleveland-Museums hervorgehoben. Darin wird Dr. David Evans, Wirbeltierpaläontologe am Royal Ontario Museum, wie folgt zitiert: »Der schmetterlingsförmige Nackenschild des Mercuriceratops ist anders als alles, was wir bisher gesehen haben. Der Mercuriceratops zeigt, dass die Evolution eine viel größere Vielfalt in der Kopffortsetzung der Hornsaurier entstehen ließ, als wir bisher angenommen hatten.« Und Koautor Dr. Mark Loewen fügt hinzu: »Die Entdeckung einer zuvor unbekannten Spezies in relativ gut untersuchten Gesteinsschichten bestärkt die Vermutung, dass viele weitere Dinosaurierarten existierten, die wir erst noch entdecken müssen.«

 

Wie ich im Taschenbuch Evolution – Stammt der Mensch von den Tieren ab?darlege, ist der hier konstatierte Fakt im ganzen Pflanzen- und Tierreich zu erkennen, nämlich dass beim Erscheinen der ursprünglichen Klassen, Ordnungen, Familien und Gattungen das höchste genetische Potenzial vorhanden war. Das bedeutet, dass das Genom am Anfang die komplexeste und »vollständigste« Form hatte und dass danach durch die natürliche Selektion (»Zuchtwahl«) einzelne Stammbaumlinien herausgefiltert wurden. Dies führte zu Variation und Adaption, aber eben auch zu Selektion und damit zu einer Verringerung der genetischen Variabilität. Im quantitativen Sinn (nicht im qualitativen) kann hier von einer genetischen Degeneration gesprochen werden, weil die Linien über Hunderte und Tausende von Generationen hinweg genetisch »ausgedünnt« wurden – sei es aufgrund von Flaschenhalsereignissen wie Katastrophen und geografischen Isolationen oder einfach durch den Faktor Zeit.

 

Ein weiteres markantes Beispiel hierfür, neben den Sauriern, sind die Wale. Auch hier zeigen die Fossilien, dass die Artenvielfalt früher viel größer war als heute. Ich schrieb bereits über die Entdeckung des größten Urwals (Leviathan melvillei). In einem der dort zitierten Berichte wird ebenfalls explizit auf diese – dem Darwinismus widersprechende – Tatsache hingewiesen: »Der Wirbeltierpaläontologe Lawrence Barnes vom Naturhistorischen Museum Los Angeles sagt, diese Entdeckung zeige, dass pottwalähnliche Cetacea in der Vergangenheit in einer viel größeren Vielfalt existierten und dass die modernen Pottwale und Zwergpottwale die einzigen überlebenden Reste einer viel größeren evolutionären Radiation von verwandten Walen in der Vergangenheit sind.«

 

Darwinistische Trugschlüsse

 

99,9 Prozent aller Lebensformen, die jemals auf der Erde existierten, sind ausgestorben. Die gesamte Pflanzen- und Tierwelt, die wir heute sehen, macht nur etwa 0,1Prozent der Vielfalt von Pflanzen und Tieren aus, die in der gesamten Naturgeschichte auf der Erde erschienen sind.

 

Gemäß dem Darwinismus entstand die gesamte Vielfalt von Tieren und Pflanzen dadurch, dass lange Serien von zufälligen Mutationen allmählich vereinzelte erste Exemplare einer neuen Art, Gattung usw. entstehen ließen, wobei sich diese einzelnen »ersten Exemplare« alle nur geringfügig von den Vorgängerformen unterschieden. Diese Hypothese der gattungsübergreifenden Evolution wird »Makroevolution« genannt.

 

Die Fossilien zeigen jedoch, dass die Vertreter der verschiedenen Gattungen, Klassen und Stämme immer »sprunghaft« und vollständig ausgebildet erschienen, ohne dass Vorgängerformen existierten. Betrachten wir ein weiteres markantes Beispiel: die Schmetterlinge. Der Darwinismus behauptet, diese würden von Vorgängerformen abstammen; die ersten Schmetterlinge seien durch zufällige Mutationen inmitten einer großen Population von Vorgänger-Insekten entstanden. Die Fossilien zeigen jedoch genau das Gegenteil, nämlich ein plötzliches Erscheinen der »fertigen« Form, ohne dass irgendwelche Vorgänger vorhanden wären. Das gleiche sehen wir auch beim Erscheinen aller anderen Gattungen/Familien von Tieren (und natürlich auch Pflanzen).

 

Und mehr noch: Am Anfang wiesen die Urstämme und Urfamilien die größte Vielfalt auf! Das Genom der Urpopulationen der neuen Kategorien hatte die höchste Komplexität und ließ potenziell eine fast unendliche Vielfalt von Variation, Adaption und Spezifikation zu. Die spätere Entwicklung über Selektion und Mutation bedeutete, dass die ursprüngliche Vielfalt verloren ging, mit dem Ergebnis, dass zum Beispiel – wie oben erwähnt – »die modernen Pottwale und Zwergpottwale die einzigen überlebenden Reste einer viel größeren evolutionären Radiation von verwandten Walen in der Vergangenheit sind«.

 

Dies gilt nicht nur für die Wale und die Saurier, sondern auch für die Großprimaten der Vorzeit (Pliozän): Diese Großprimaten existierten in einer ausgeprägteren Vielfalt als die fernen und späten Nachkommen ihrer Enkel- und Cousin-Linien. Sie konnten sich daher auch besser auf ihre Hinterbeine erheben als die heutigen Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans. (Wir sehen in dieser »degenerativen« und selektiven Entwicklung genau das Gegenteil einer darwinistischen Evolution.)

 

Wenn die Paläontologen Knochenreste von pliozänen Großprimaten finden, meinen sie aufgrund ihres Glaubens an die Evolutionstheorie, diese Großprimaten seien Menschenvorfahren gewesen, und bezeichnen sie als »Hominiden«. Ebenso verkennen sie die viel größere Vielfalt der so genannten Frühmenschen und interpretieren sie als primitive Tierabkömmlinge …

 

Rätselhafte Massengräber von Sauriern

 

Die Fossilien des Mercuriceratops stammen aus der Judith River Formation in Montana (USA) und aus der »Dinosaur Park Formation« in Alberta (Kanada). An beiden Orten waren praktisch identische Schädelfragmente gefunden worden. Wäre nur ein einzelnes Exemplar gefunden worden, wäre unklar gewesen, ob es sich dabei vielleicht nicht um die missgebildete Form einer bereits bekannten Saurierart handelt. Da die Schädelknochen aber an zwei Orten, die fast 400 Kilometer auseinander liegen, gefunden wurden, war klar, dass diese Reste von zwei Vertretern einer bisher unbekannten Hornsaurierart stammen. (Deswegen lautet der vollständige Name »Mercuriceratops gemini«, weil die beiden fossilen Reste wie die von Zwillingen, lat. gemini, aussehen.)

 

Der eine Fundort, die »Dinosaur Park Formation« im südlichen Alberta in Kanada, verdient besondere Beachtung. Diese Fundstätte wurde von der UNESCO zu einem Weltnaturerbe erklärt. Es handelt sich um Schichten, die bis zu 70 m dick sind und eine dichte Ansammlung von Dinosaurierskeletten enthalten, einige Skelette sind noch zusammenhängend, viele aber sind auseinandergerissen und nur noch mit einzelnen Teilen vorhanden. Diese Schichten enthalten auch Fossilien von anderen Tieren, wie Fischen, Schildkröten und Krokodilen, sowie von vielen Pflanzen. Die Alberta-Fundstätte wurde erst 2010 entdeckt (von einem Team des Royal Tyrrell Museum) und ist weltweit die größte Ansammlung von Saurierfossilien. Das ganze Feld erstreckt sich über rund 2,3 Quadratkilometer, und das bei einer Schichtdicke bis zu 70 Metern!

 

Wie kommt es, dass auf dieser großen Fläche eine derart dichte Ansammlung von Ceratops-Fossilien zu finden ist? Die Vertreter der konventionellen Geologie erklären dies mit einem aktualistischen (gradualistischen) Modell, das besagt, in der Vergangenheit seien immer nur solche geologischen Prozesse wirksam gewesen, die wir auch heute sehen. Diese Theorie aus dem 19. Jahrhundert stammt von Charles Lyell, einem Mentor von Charles Darwin, und wurde explizit aufgestellt, um die Vorstellung einer biblischen Sintflut abzulehnen, war also nicht ideologiefrei. Im oben verlinkten Artikel wird der Geologe und Paläontologe David Eberth zitiert: »Die Funde aus diesem Mega-Massengrab geben einen ziemlich klaren Hinweis darauf, dass diese und andere Saurier ›routinemäßig‹ vernichtet wurden (were routinely wiped out), als vor 76 Millionen Jahren katastrophenhafte tropische Stürme das einstige Küstengebiet hier in Alberta überfluteten.«

 

Die massenhafte Anhäufung und Aufschichtung von Saurierfossilien soll gemäß dieser Vorstellung dadurch entstanden sein, dass tropische Stürme all diese Riesentiere töteten und Schicht für Schicht zuschütteten. Wäre das der Fall gewesen, wären die Saurierfossilien nicht so dicht zusammengedrängt, und schon gar nicht über eine Schichtdicke bis zu 70 Metern. Sowieso würde das Wasser wieder zurückfließen und die toten Körper unbedeckt zurücklassen. Wir erinnern uns an den Tsunami in Südostasien vom 26. Dezember 2004. Dort wurden keine nennenswerten Sedimentschichten abgelagert, und es kamen fast keine Tiere um, weil die Tiere vorab die Gefahr spürten und sich in sichere Bereiche zurückzogen. Die Saurier, Schildkröten, Krokodile usw. der früheren Zeitalter hatten bestimmt einen ähnlich ausgeprägten, wenn nicht sogar noch feineren Instinkt und wären bestimmt nicht zu Tausenden einfach überflutet worden.

 

Der kreationistische Geologe Dr. Andrew Snelling kommentiert: »Ein Mega-Massengrab dieser Größenordnung mit den Resten von Tausenden von großen Hornsauriern, die alle unter katastrophischen Bedingungen verschüttet wurden, erfordert eine Erklärung in einem entsprechenden Mega-Maßstab. Zumindest haben die Wissenschaftler des Royal Tyrrell Museum in Alberta eingeräumt, dass die Spuren auf eine Flutkatastrophe hinweisen, die ein großes Gebiet mit der Kraft von verheerenden Hurrikanen heimsuchte. Ihnen entgeht jedoch die Konsequenz ihrer eigenen Beschreibung, denn aus ihr geht hervor, wie groß das Gebiet war, das von dieser Katastrophe heimgesucht wurde: Es erstreckt sich [in Nord-Süd-Richtung] über den ganzen Kontinent hinweg! Lagerstätten von Dinosaurierfossilien finden wir in einem weiten Bogen von Alberta in Kanada über Montana, Wyoming und das südliche Utah bis nach Mexiko. Wenn gesagt wird, die Überflutung sei vom Ozean her durch verheerende Stürme mit der Kraft von Hurrikanen verursacht worden, so müssen wir uns vor Augen halten, dass dies über die gesamte Länge des nordamerikanischen Kontinents hinweg geschah.«

 

Hinzu kommt, dass dieses breite Band von abgelagerten Dinosaurierfossilien nicht das einzige Beispiel einer Mega-Lagerstätte von Fossilien ist. In meinem Buch »Ihr seid Lichtwesen« – Ursprung und Geschichte des Menschen (Kapitel 8: Katastrophen und zyklische Umwälzungen) nenne ich zahlreiche weitere Orte aus aller Welt, an denen massenweise Pflanzen- und Tierfossilien zu finden sind, an einigen Stellen sogar Landtiere, Wassertiere und Vögel zusammengemengt in derselben Schicht.

 

 

Fazit: Die Fossilien des Mercuriceratops weisen auf die große ursprüngliche Biodiversität der früheren Zeitalter hin, und die Fundstelle ist – zusammen mit vielen anderen weltweit vorhandenen Massenansammlungen von Fossilien – Zeugnis von gewaltigen, sintflutartigen Katastrophen. Seit mehr als 100 Jahren wird an den Universitäten ausschließlich aus der Sichtweise des Darwinismus geforscht und doziert, und nur das materialistische (naturalistische) Weltbild gilt als wissenschaftlich. Es ist zu hoffen, dass sich die heutige Wissenschaft zunehmend auch für nichtmaterialistische Sichtweisen öffnet. Der Materialismus ist, wie auch der religiöse Dogmatismus, eine Sackgasse. Die wirkliche, spirituelle Evolution des Menschen führt über diese beiden Einseitigkeiten hinaus. Die Fragen nach dem Ursprung des Lebens und nach der Herkunft des Menschen betreffen uns alle – und sollten nicht dem Monopol des Darwinismus überlassen werden.

Der neu entdeckte Mercuriceratops ist unter allen bisher bekannten Hornsauriern derjenige mit dem längsten Nackenschild.

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